Kann man keimende Kartoffeln noch essen?

von Jannik DegnerJannik Degner
Darf man keimende Kartoffeln noch essen?

Wir kennen es vermutlich alle: Beim Blick in den Vorratsschrank finden sich häufig keimende Kartoffeln, die schon etwas länger liegen. Da stellt sich dann schnell die Frage, ob diese noch verzehrt werden können. Dieser Frage gehen wir heute auf den Grund!


Im Grund genommen ist es ganz einfach: Stark keimende Kartoffeln und grünlich verfärbte Knollen sollten nicht mehr verzehrt werden. Das hängt damit zusammen, dass beim Keimvorgang Solanin in der Knolle freigesetzt wird. Dabei handelt es sich um einen für den Menschen schwach giftigen Stoff, der unter anderem zu Völlegefühl, Magendruck, Atembeschwerden und Übelkeit führen kann.

Kartoffeln enthalten den giftigen Stoff Solanin
Durch richtige Lagerung kann das Keimen von Kartoffeln verhindern oder verzögert werden.
Keimende Kartoffeln
Keimende Kartoffeln sollten aufgrund des hohen Solaningehalts besser nicht mehr verzehrt werden.

Keimende Kartoffeln enthalten Solanin

Solanin findet sich nicht nur in keimenden Kartoffeln, sondern auch in anderen Nachtschattengewächsen wie Auberginen, Tomaten, aber auch generell in Speisekartoffeln. Dabei gilt: Je grüner eine Kartoffel, desto höher der Solaningehalt. Deshalb solltest Du bei Speisefrühkartoffeln auch ein wenig vorsichtig sein und darauf achten, dass sie nicht zu grün sind.

Wenn Du allerdings nur schwach keimende Kartoffeln hast und die Keime nicht länger als 1 Zentimeter lang sind, dann kannst Du den Keim in der Regel großzügig herausschneiden. Die Kartoffel kann dann noch problemlos verzehrt werden. Denn bei frisch gekeimten Kartoffeln ist die Solaninkonzentration noch ziemlich gering und daher unbedenklich. Das gilt genauso bei grünen Stellen an den Kartoffeln: Auch diese sollten großzügig herausgeschnitten werden.

Wie Du das Keimen von Kartoffeln verhindern kannst

Stellt sich also die Frage, die das Keimen vor Kartoffeln verhindert werden kann. Auf Dauer geht das tatsächlich nicht, aber durch die richtige Lagerung lässt sich das Keimen hinauszögern.

Kartoffeln sollten möglichst kühl, dunkel und trocken gelagert werden. Beispielsweise in Kellerräumen oder in Schubladen. Die ideale Temperatur liegt zwischen 3 und 5 Grad Celsius – dabei Keimen die Kartoffeln in aller Regel nicht. Wenn Du sie allerdings in der Küche bei Zimmertemperatur von rund 18 Grad aufbewahrst, dann lässt es sich nicht verhindern, dass die Kartoffeln irgendwann Keime ausbilden werden.

Lust auf Kartoffel-Rezepte – aber besser ohne keimende Kartoffeln? Wie wäre es mit leckeren Rosmarin-Kartoffeln aus dem Backofen, richtig knusprigen Pommes frites oder einem cremigen Kartoffelpüree?

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